FRK-Programm vom 16.04.2018 bis 24.05.2018

Freitag, 18.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „Heimatlieder“, Sendung des Instituts für Sprachen..

18 Uhr „Themenwechsel“, Heute: Wir gemeinsam in Europa - Aus dem Innenleben des Außenministeriums; Staatsminister Michael Roth im Gespräch mit Tibor Pezsa (HNA), Aufnahme aus der documenta-Halle vom 4.5.18.

20 Uhr „Borderline extra“, Musik für Grenzgänger, Heute: Fred Frith, Teil 3.

22 Uhr „Kabarett live“.

1 Uhr „Nachtprogramm“, Grateful-Dead-Nacht, Cornell University, Ithaka, 1977.

 

Samstag, 19.5.18:

8 Uhr  Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr “Musikalische Früherziehung”.

18 Uhr „Long Distance Call“, Das Blues-Magazin; Heute: The 3 Clarks - Guy Clark, Roy Clark, W.C. Clark.

19 Uhr “Nightshift”.

20 Uhr “Lili“, Libertäre Informationen lokaler Initiativen.

21 Uhr „Die Lange Rille“, Heute: Er hat sie alle überlebt - Willie Nelson zum 85, Teil 2; mit Auszügen aus der CD-Box „One Hell Of A Ride“.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Grand-Funk-Railroad-Nacht; u.a. mit den LPs „Survival“, „Closer To Home“, “Phoenix“.

 

Sonntag, 20.5.18:

8 Uhr Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Kinderradio“, Medien machen Schule.

17 Uhr „Tanzparkett spezial; Heute: An allem ist nur der Frühling schuld ...

19 Uhr „Lonesome Traveler“, Heute: Bluegrass Time again - Peter Rowan: "Carter Stanley´s Eyes".

20 Uhr “Devil’s Kitchen”, Hard Rock, Metal, Rock’n’Roll.

22 Uhr “Welcome To Hell”, Das Metalradio.

0 Uhr „Nachtprogramm“; Replacements-Nacht; u.a. mit den LPs „Pleased To Meet Me“, „Tim“, „Let It Be“.

 

Montag, 21.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr: Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache..

18 Uhr „Excentric Radio“, Weirdos Of Sound.

19 Uhr “Monkeymusicmovement”, Eine Stunde Rapmusik.

20 Uhr „Fangschalltung“, Neue Musik und Improvisierte Musik.

22 Uhr “Ear Catcher”, Neue Platten und DVDs.

23 Uhr „Forum experimentell“.

1 Uhr „Nachtprogramm“, Poco-Nacht; u.a. mit den LPs “Pickin‘ Up The Pieces“, „A Good Feeling To Know“, “Crazy Eyes”.

 

Dienstag, 22.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr: Wiederholungen vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Postfaktisch“, Sendung von Schülern des Engelsburg-Gymnasiums.

19 Uhr „Frei hoch zwei“, Magazin für GEMA-freie Musik, Heute: Trance Is Back.

20 Uhr „Liederleute“; Magazin für Musik und Politik.

21 Uhr „Dreamlands“.

22 Uhr „Only Vinyl“, Plattenspiele.

23 Uhr „Wortspiele“, Philosophische Reflexionen.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Harry-Nilsson-Nacht; u.a. mit den LPs „Pussy Cats“, „Harry Nilsson Sings Newman“, „A Little Touch Of Schmilsson In The Night“.

 

Mittwoch, 23.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholung des Programms von Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

18 Uhr „Hörbuch aktuell“.

19 Uhr „Memories“, Heute: Kriminalhörspielreihe „Maigret und seine größten Fälle“.

20 Uhr „Jazzcafe“, Heute: The Final Concerts (and more) – Miles Davis und John Coltrane live 1960, Teil 1.

21 Uhr „Tanzparkett“, Heute: Deutsche und österreichische Kleinkunstaufnahmen der 20er bis 40er Jahre, Folge 2/2018.

22 Uhr „FRK spezial“.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Eric Clapton live in den 60er und 70er Jahren.

 

Donnerstag, 24.5.18:

6 Uhr „Maharishi Gandharva Ved“, Klassische indische Musik.

8 Uhr Wiederholung des Programms vom Vortag.

16 Uhr „Radyo Kassel“, in türkischer Sprache.

17 Uhr „ILF Eritrea“ (in Tigrinia).

18 Uhr „Kulturthemenwechsel“.

19 Uhr „Bahnhof Damaskus“, in arabischer Sprache.

20 Uhr „Irie Ites“, Reggae und Dub.

22 Uhr „Borderline“; Musik für Grenzgänger.

23 Uhr „Anorak City“, Indie-Pop, Britpop und Artverwandtes.

0 Uhr „Nachtprogramm“, Monkees-Nacht; u.a. mit den LPs .“The Birds, The Bees And The Monkees“, „Headquarters“, “Good Times”.

Programminfos vom 17.05.2018 bis 23.05.2018

Staatsminister Michael Roth im Gespräch

Zu den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen, mit denen sich das Bundesaußenministerium gegenwärtig konfrontiert sieht, äußerte sich Staatsminister Michael Roth im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung, die das Auswärtige Amt in Kooperation mit der HNA kürzlich in der documenta-Halle durchführte. Dabei standen Fragen der Europapolitik im Mittelpunkt, aber auch weltpolitische Themen wie der Nahostkonflikt und das künftige Verhältnis zu den USA kamen zur Sprache. Moderiert wurde die Diskussion, bei der auch Zuhörer zu Wort kamen, von Tibor Pezsa (HNA). Das Freie Radio sendet einen Mitschnitt.

  • Sendetermin: „Themenwechsel“, Freitag, 18. Mai 2018, 18 Uhr

 

The "3 Clarks"

Diese Magazinausgabe weicht ein bisserl ab von den altbewährten Schwarz/Weiß Blues-Schemata. Es sind drei (bzw. vier) ganz unterschiedliche Künstler zu hören, die lediglich den selben Familiennamen haben. In Erinnerung an den vor zwei Jahren gestorbenen großartigen Singer/Songwriter Guy Clark aus Texas (*6. Nov. 1941; +17.Mai 2016) sind einige wunderschöne Songs dabei, die nur bedingt etwas mit Blues Music zu tun haben. Ein weiß/schwarzes Gitarristenduo hingegen waren Roy Clark in Kooperation mit dem legendären  Clarence "Gatemouth" Brown (+ 2005). Unter dem schlichten Titel "Makin´ Music" haben die beiden 1979 eine echt swingende Blues-Rock-Scheibe eingespielt. Ein weiterer Clark im Bunde ist (Wesley Curley) W.C. Clark aus Austin TX, genannt "The Godfather of Austin Soul".

  • Sendetermin: „Long Distance Call“, Samstag, 19. Mai 2018, 18 Uhr

 

Er hat sie alle überlebt: Willie Nelson wird 85! (Folge 2)

Willie hat Elvis, Chuck, Woody Guthrie, Waylon Jennings und Guy Clark, Hag, Bob Wills und Bill Monroe, John Lennon, Ray Charles und James Brown überlebt. Er läßt sie alle "hinter sich". Nun, jedenfalls was die Todestage der prominenten Kollegen angeht. Übrigens auch solch großartiger Künstlerinnen wie Kitty Wells und Janis Joplin. Und auch von ihm geförderte noch lebende tolle Newcomer wie Kimmie Rhodes und Lucinda Williams sind Idole im „Lone Star State“ Texas.
Willie Nelson aus dem Kaff Abbott/Texas ist den langen, niemals langweiligen Trip über Nashville und Austin bis auf die internationalen Bühnen gegangen, Ups And Downs inklusive. Er ist ein Allround-Künstler von ganz besonderer Güte, ein Mann mit dem vielzitierten "Standing". In Amerika ist er längst so etwas wie eine Musik-Ikone. Tatsächlich ist er mehr als das, er ist ein immer wieder überraschender facettenreicher Künstler, der in vielen gesellschaftlichen Bereichen seine wirkungsvollen Spuren hinterläßt
Happy Birthday, Outlaw - und bleib gesund, alter Kiffer!. Eine seiner aktuellen abgefahrenen Produktionen heißt "Not dead today". And it´s a hit, folks (siehe Youtube)! Punktgenau beglückt er seine weltweite Fangemeinde mit dem nunmehr 37. Album: "Last Man Standing".
Im zweiten Teil unserer “Lange Rille”-Specials zu Willies Ehrentag präsentieren wir die 4-CD-Box “One Hell Of A Ride”, die einen wunderbaren Überblick über seine  Karriere bietet. Neben den großen Hits gibt’s auch weniger bekannte Album-Tracks und Duette zu hören – vor allem aber kann man sich ein Bild von der musikalischen und stilistischen Vielfalt machen, die Willie Nelson immer auszeichnete.


I woke up still not dead again today
The internet said I had passed away
If I died I wasn't dead to stay
And I woke up still not dead again today

Well, I woke up still not dead again today
The gardener did not find me that a way
You can't believe a word that people say
And I woke up still not dead again today

I run up and down the road making music as I go
They say my pace would kill a normal man
But I've never been accused of being normal anyway
And I woke up still not dead again today

I woke up still not dead again today
The news said I was gone to my dismay
Don't bury me, I've got a show to play
And I woke up still not dead again today

I run up and down the road making music as I go
They say my pace would kill a normal man
But I've never been accused of being normal anyway
And I woke up still not dead again today

Last night I had a dream that I died twice yesterday
But I woke up still not dead again today

  • Sendetermin:  „Die Lange Rille“, Samstag, 19. Mai 2018, 21 Uhr

 

An allem ist nur der Frühling schuld ...

…. auch daran, daß es den Sonntagstermin „Tanzparkett extra“ überhaupt gibt.
Dies war nämlich die erste Sendung der Reihe „Tanzparkett“, die am Sonntagnachmittag wiederholt wurde.
Nach einigen Höreranfragen haben wir uns auch dieses Jahr dazu entschlossen, die Frühlingssendung wieder ins Programm zu nehmen.
Hören Sie also Schlager rund um den Frühling, die, wie im Tanzparkett üblich, in den 20er bis 40er Jahren entstanden und zum Teil bis heute bekannt sind - man denke nur an „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“, „Es wird in hundert Jahren wieder so ein Frühling sein“, „Junger Mann im Frühling“ und andere.
Viel Vergnügen bei diesem (um den vielgeschundenen Ausdruck zu gebrauchen) „bunten Strauß“ aus Melodien rund um die aktuelle Jahreszeit.

  • Sendetermin: „Tanzparkett extra“, Sonntag, 20. Mai 2018, 17 - 18 Uhr
  • Wiederholung: Montag, 21. Mai 2018, 9 Uhr

 

Bluegrass Time again - Peter Rowan: "Carter Stanley´s Eyes"

Der gute Peter Rowan aus Boston hat soeben ein hochinteressantes neues Album vorgelegt: "Carter Stanley´s Eyes", erschienen bei seinem Rebel Records Label. Dahinter steckt eine tolle Konzeptidee zur Entwicklung der Bluegrass Music, verschiedener zugehöriger Stile und damit auch der aktuellen Entwicklung solcherlei aufregender Sounds. Er ist beharrlich einen langen Weg gegangen, nicht nur was seine individuelle Musikerkarriere betrifft. Vom Folk/Rock/Pop und die Rowan Bros. über die Hohe Schule beim Meister der Bluegrass Music, Bill Monroe, als Mitglied von dessen Bluegrass Boys - bis hin zum Revival und den Festivals an der US-Westküste. Man/frau könnte auch sagen, Peter Rowan hat die Ostküsten-Bluegrass Music nach Kalifornien gebracht. And they all love it.
Seit den 70er Jahren wächst seine Popularität ständig; er hat mit vielen prominenten Künstlern und in unterschiedlichsten Bands gearbeitet: Bill Monroe, Bill Keith, David Grisman, Tony Rice, Flaco Jiminez, Clarence White, Jerry Garcia, Old & In The Way, Earth Opera, Seatrain, Muleskinner. Heute arbeitet er in den modernsten Studios. Herausgekommen ist diesmal ein fantastischer Bluegrass-Silberling, der Peter Rowans Weg nachzeichnet und zugleich die Vorbilder und Mitmusiker aufs allerfeinste musikalisch porträtiert. Title says it all, great sounds.

  • Sendetermin: „Lonesome Traveler“, Sonntag, 20. Mai 2018, 19 Uhr

 

Trance is back

… oder war Trance nie wirklich weg? Der Österreicher Hannes Zellhofer produziert unter dem Namen Distance Project seit 2015 Trance-Musik, die einerseits frisch klingt, andererseits Anklänge an frühere Stile elektronischer Musik hat. Nachdem Distance Project bereits in einigen Freien Radios in Österreich läuft, kommt es nun auch nach Deutschland.

  • Sendetermin: „Frei hoch zwei“, Dienstag, 23. Mai 2018, 19 Uhr

 

Giganten unter sich – Miles und Coltrane

Mitte der 50er Jahre war John Coltrane für einige Zeit Mitglied in der Band von Miles Davis. Der wohl einflußreichste Saxophonist der Jazz-Geschichte motivierte den Großmeister des „Cool Jazz“ zu vielfältigen Experimenten; gemeinsam eröffneten sie dem Jazz völlig neue Dimensionen. John Coltranes expressiver Stil revolutionierte nicht nur das Saxophonspiel, sondern veränderte den Blick auf Jazz und Improvisierte Musik grundlegend.

Allerdings hielt die Verbindung Davis-Coltrane nicht allzu lange: Das berühmte Miles-Davis-Quintett mit Coltrane am Tenorsaxophon schuf zwar klassische Alben wie „Kind Of Blue“ und „Milestones“; zwei derart übermächtige Persönlichkeiten in einer einzigen Band waren aber auf die Dauer doch einer zuviel. So entschloß sich John Coltrane 1960, die Gruppe zu verlassen und seine eigene Band ins Leben zu rufen, mit der er in den ihm verbleibenden sieben Jahren (bis zu seinem Tod 1967) Musikgeschichte schrieb. Die letzten Konzerte, die Coltrane als Mitglied der Miles-Davis-Band absolvierte, fanden im Juni 1960 in Europa statt und wurden damals fürs Radio mitgeschnitten. Kürzlich erschien eine CD-Box mit den historischen Aufnahmen aus Paris, Stockholm und Kopenhagen. Die Konzerte machen deutlich, daß sich Davis und Coltrane zu dieser Zeit stilistisch bereits weit voneinander entfernt hatten. Während sich Miles Davis noch an den traditionellen harmonischen und rhythmischen Formen orientierte, breitete Coltrane bereits seine legendären „sheets of sound“ aus, seine expressiven Skalen und Tonfolgen, die komplett von herkömmlicher Harmonik und Tonalität abgekoppelt waren. Hier erleben wir den Übergang in eine neue musikalische Sphäre – zum Glück für die Nachwelt sind diese historischen Aufnahmen in guter Qualität erhalten.
Das „Jazzcafe“ präsentiert in einer mehrteiligen Reihe die kompletten Konzerte des Miles-Davis-Quintetts mit John Coltrane von der Europa-Tournee im Juni 1960.

  • Sendetermin: „Jazzcafe“, Mittwoch, 23. Mai 2018, 20 Uhr

 

Deutsche und österreichische Kleinkunstaufnahmen der 20er bis 40er Jahre, Folge 2/2018

Für weitere Erläuterungen zur Kleinkunst im allgemeinen vgl. den Eintrag zur Sendung vom 09.5.18.
Auch in dieser Ausgabe kommen wir zu Künstlern, die ihre Heimat Europa nicht freiwillig verließen. Die große Schauspielerin Gisela Werbezirk, 1875 in Preßburg geboren, spielte am Theater und am Stummfilm, ging ohne Probleme zum Tonfilm über - und emigrierte 1938 nach Amerika. In Hollywood kam sie, obwohl sie besetzt wurde, nie wirklich zum Zuge - anders als viele andere Emigranten nicht deshalb, weil sie im Hintergrund blieb, sondern weil sie ihre großen Hollywoodkollegen an die Wand gespielt hätte, wären die Szenen mit ihr nicht wieder herausgeschnitten worden. Ihre Gagen, die ja nach Drehtagen rechnen, bekam sie trotzdem und konnte daher, ebenfalls anders als viele andere europäische Künstler, auskömmlich davon leben - und vielen andern Versprengten aus „Good Old Europe“ eine Anlaufstelle in ihrem Heim bieten.
Auch der in der vorigen Sendung mit zwei Berliner Platten vertretene Max Hansen wird uns wiederbegegnen - mit bereits in Österreich entstandenen Titeln. Hier liegt wieder, wie bereits im Text zu unseren Tonfilmschlagersendungen erwähnt, der Fall vor, daß die Plattenindustrie Aufnahmen eines inzwischen mißliebigen und bereits emigrierten Künstlers nach 1933 trotzdem in Deutschland herausbringen konnte.
Ein Künstler, der nach 1933 in Deutschland blieb, war Hans Reimann, einigen Hörern sicher noch bekannt durch seine auf Platte gesprochenen und gesungenen (vielen Sprachforschern als musterhaft geltenden) „sächsischen Miniaturen“ und als Mitautor der „Feuerzangenbowle“. Er war in politischer Hinsicht eine schillernde Figur. Noch 1931 mit einem Antinazi-Projekt beschäftigt, nämlich der Buchparodie „Mein Krampf“, die er aber nicht fertigstellte, schrieb er unter Hitler nach dem Verbot einiger seiner Bücher unter seinem Klarnamen nur noch inhaltlich Unauffälliges. Als Schriftleiter der altehrwürdigen Satirezeitschrift „Kladderadatsch“ trat er nach außen hin nicht in Erscheinung. Die NS-Satirezeitschrift „Die Brennessel“ ging - wohl auch durch Reimanns Arbeit als kommissarischer Schriftleiter - als „lustige[s] Familienblatt“ (Hans Riebau) 1938 ein - dies war offensichtlich ein Akt der Subversion gegen den Nationalsozialismus. Die Spruchkammer stufte ihn nach 1945 als Mitläufer ein.
Wir stellen Reimann mit je einer seiner sächsischen Platten vor, die sich mit der „guten alten“ Kaiserzeit befassen - 1928 und 1929 für die Grammophon bzw. die Homocord entstanden. Auf letzterer begegnet uns der in der vorigen Sendung vorgestellte Komponist und Pianist Erich Einegg wieder.
Der große Humorist Paul Morgan, ein Superstar des Berliner Kabaretts, den wir mit einer Platte von 1929 vorstellen, wurde ein Opfer des Naziterrors. Er war als Jude nach Österreich emigriert, wurde aber nach dem „Anschluß“ festgenommen und kam ins Konzentrationslager, wo er noch im gleichen Jahr starb - offiziell an Lungenentzündung.
In dieser Ausgabe bringen wir Aufnahmen aus dem Zeitraum von 1925 bis 1935.
Durch das Programm begleitet Sie Peter Michael.
Sie hören Platten mit Fritz Steiner und Lilly Welly, Hansi Niese, Gisela Werbezirk, Max Hansen, Tatjana Birkigt, Alexa von Engström, Hans Reimann, Paul Morgan, Engelbert Milde und Hans Söhnker.

  • Sendetermin: „Tanzparkett“, Mittwoch, 23. Mai 2018, 21 - 22 Uhr
  • Wiederholung: Donnerstag, 24. Mai 2018, 13 Uhr

Live-Stream.

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